System & Prinzip

Starkregen dort speichern, wo er fällt

JUMBO BLOCK schafft unter Straßen, Plätzen und Betriebsflächen einen begehbaren Speicherraum aus Betonfertigteilen. Er nimmt Regenspitzen auf, gibt das Wasser gedrosselt ab, lässt es versickern oder hält es für die spätere Nutzung bereit.

Stand:

Schnittdarstellung: einlagige JUMBO BLOCK Anlage unter einer begrünten Fläche

Das Prinzip

Dieselbe Straße, derselbe Regen

Ohne Speicher ist der Kanal bei Starkregen nach wenigen Minuten überlastet: Das Wasser staut sich auf der Straße und läuft in Keller und Tiefgaragen. Mit JUMBO BLOCK nimmt ein Speicher aus Betonfertigteilen die Regenspitze auf. Über eine Drossel gibt er das Wasser danach langsam ab – nur so viel, wie der Kanal verträgt. Dann ist er bereit für das nächste Ereignis.

Quartier bei Starkregen ohne unterirdischen Speicher: Straßen stehen unter Wasser
Ohne SpeicherKanal überlastet, Wasser auf der Oberfläche
Dasselbe Quartier mit JUMBO BLOCK Speicher unter der Straße: Oberfläche bleibt trocken
Mit JUMBO BLOCKRegenspitze unterirdisch gepuffert, gedrosselte Abgabe

Interaktive Animation des Prinzips auf jumboblock.org →

Aufbau

Vom Modul zur Anlage

Jedes Modul besteht aus zwei Rahmen, die durch vier Balken verbunden sind – zusammen zwölf Balken mit 0,25 m × 0,25 m Querschnitt. Innen bleibt eine lichte Weite von 2,0 m × 2,0 m.

  • Verlegung: Die Module werden einlagig neben- und hintereinander gereiht, jedes zum Nachbarn um 90° gedreht. So entsteht ein zusammenhängendes, kraftschlüssiges Tragwerk.
  • Gründung: Bodenplatten, Ortbeton-Fundament oder – für die Versickerung – Streifenfundamente.
  • Hülle: An der Außenkontur schließen Wand-, Boden- und Deckplatten die Anlage. Sie werden mit SABA EcoSeal verklebt und wasserdicht verfugt.
  • Oberfläche: Fahrbahnaufbau, Pflaster, Erdüberdeckung oder Begrünung – die Fläche bleibt voll nutzbar.

Alle Komponenten → · Technik & Statik →

JUMBO BLOCK Modul mit angesetzten Wand-, Boden- und Deckplatten

Systemmerkmale

Was das System auszeichnet

  • 01

    Hohe Speicherdichte

    13,9 m³ je Modul, rund 2,2 m³ je Quadratmeter Grundfläche – viel Volumen bei geringem Aushub.

  • 02

    Schwerlastfähig

    Ausgelegt für Verkehrslasten nach EN 1991-2 (LM1) und überbaubar mit Straßen, Parkflächen und Betriebsflächen.

  • 03

    Begehbar und wartbar

    Der 2,0 m weite Innenraum lässt sich begehen, inspizieren und mechanisch reinigen.

  • 04

    Flexibel erweiterbar

    Der Grundriss folgt dem Standort: Module lassen sich ergänzen, umsetzen und an neue Anforderungen anpassen.

  • 05

    Schneller Einbau

    Vorgefertigte Module verkürzen die Bauzeit – ein Vorteil bei innerstädtischen und zeitkritischen Baustellen.

  • 06

    Langlebig

    Auslegung für 80–120 Jahre nach EN 1990 senkt den Reinvestitionsbedarf über Generationen.

  • 07

    Mehrfachnutzung

    Oben Verkehr oder Grün, unten Wasser – und Platz für geschützt verlegte Leitungen.

  • 08

    Wenig Kunststoff

    Mineralischer Tragkörper ohne Kunststoff-Füllkörper; Kunststoffe nur dort, wo sie technisch nötig sind.

  • 09

    Digital nachweisbar

    Optional mit Sensorik und Dashboard für Füllstände, Ereignisdokumentation und Nachweise.

Vom Risiko zur Ressource

Gespeichertes Wasser nutzen

Regenwasser, das nicht sofort abfließen muss, wird zum Nutzwert: zur Bewässerung von Stadtgrün in Trockenphasen, zur Prozesskühlung in der Industrie oder als Lösch- und Notwasserreserve. So hilft dieselbe Anlage gegen Überflutung und gegen Wasserknappheit.

Füllstandssensoren melden Daten in Echtzeit an das JUMBO BLOCK Dashboard. So wird die Anlage zu einem Frühwarnsystem und liefert Betreibern eine belastbare Dokumentation ihrer Sorgfalt – wichtig bei Haftungs- und Versicherungsfragen.

Dashboard & IoT →

Visualisierung: Wasserspeicher unter einem Stadtquartier als Klima- und Wasserreserve

Geschützte Technologie

Eingetragene Schutzrechte

Drei Schutzrechte sind beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eingetragen – vom Ursprung des Systems über das heutige Modul bis zur gesicherten Sensordatenverarbeitung. Das Schutzrecht von 2025 umfasst zusätzlich die hybride Betonrezeptur. Die Titel entsprechen dem Register.

  • Tiefbau-FlutwasserauffangsystemDPMA 20 2021 002 498 · Ursprung des Systems
  • Bauelement für TragwerksanwendungenDPMA 20 2025 000 597 · heutiges Modul und hybride Betonrezeptur
  • NIS-2-konformes IT-System zur gesicherten Sensordatenverarbeitung und -validierungDPMA 20 2026 000 087 · Grundlage des JUMBO BLOCK Dashboards

FAQ

Häufige Fragen

Wie funktioniert die Regenwasserrückhaltung mit JUMBO BLOCK?

Bei Starkregen fließt das Wasser von der versiegelten Fläche in den unterirdischen Speicher aus JUMBO BLOCK Modulen. Eine Drossel gibt es anschließend nur so schnell an Kanal oder Gewässer ab, wie diese es aufnehmen können. Danach ist der Speicher für das nächste Ereignis bereit.

Kann JUMBO BLOCK Regenwasser auch versickern?

Ja. Steht die Anlage auf Streifenfundamenten statt auf Bodenplatten, kann das Wasser über die offene Sohle in den Untergrund versickern – sofern Boden und Genehmigung es zulassen.

Wie groß kann eine JUMBO BLOCK Anlage werden?

Die Module werden einlagig neben- und hintereinander gereiht. Die Größe ist praktisch nur durch die verfügbare Fläche begrenzt. Jedes Modul bringt 13,9 m³ Speichervolumen.

Ab welcher Größe lohnt sich JUMBO BLOCK?

Typisch ab etwa vier bis sechs Modulen, also ab rund 55 bis 85 m³. Für kleinere Volumen bietet unser Partner Menk Umwelttechnik passende Kunststoff- und Betonlösungen an.

  • Komponenten

    Module, Platten und SABA-Abdichtsysteme im Überblick.

  • Technik & Statik

    Kennwerte, Tragverhalten und Normen der Bemessung.

  • Echte Schwammstadt 2.0

    Wasser speichern, Hitze puffern, Flächen doppelt nutzen.

  • Anwendungen

    Kommunen, Industrie, Verkehrswege, Häfen und Flughäfen.